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Expertentipp

Wohneigentum ist und bleibt die beste Altersvorsorge

von Jürgen Michael Schick

In der aktuellen Diskussion um die Riester-Rente wird wieder einmal deutlich: Wohneigentum ist der beste Weg zur kapitalgedeckten Altersvorsorge.

Es bietet nämlich Schutz vor steigenden Mieten und bildet den Kern des Vermögensaufbaus privater Haushalte. Die Renten – schon lange bekannt – werden den Lebensabend nicht mehr vollständig absichern, anhaltend niedrige Zinsen machen das Sparkonto unattraktiv. Ein rechtzeitiger Vermögensaufbau bewahrt dagegen vor finanziellen Einbußen im Alter. Im europäischen Vergleich schneiden die Deutschen in diesem Punkt aber schlecht ab. Nach einer EZB-Studie beträgt das mittlere Nettovermögen eines italienischen Haushalts rund 163.000 Euro, das eines spanischen sogar 178.000 Euro. Für Deutschland wurde dagegen ein Nettovermögen von nur 51.000 Euro errechnet. Was ist der Grund für diesen signifikanten Unterschied? In erster Linie die höhere Wohneigentumsquote in den südlichen Ländern. Immobilienbesitzer sind disziplinierte Sparer und haben deshalb nach Beendigung des Erwerbslebens mehr auf der hohen Kante als Mieter.

Deutschen Politikern sollte dies zu denken geben. Die Konsequenz kann nur sein, sich von der derzeitigen einseitig mieterfokussierten Immobilienpolitik zu verabschieden und die staatliche Förderung der Eigentumsbildung massiv zu verbessern. Hilfreich wäre beispielsweise ein Programm zur Förderung von Schwellenhaushalten, denn auch finanziell schwächeren Bürgern sollte der Weg zum Eigenheim geebnet werden.